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Roboter-Bin-Picking: 2D oder 3D? Welches wird in welcher Anwendung wirklich benoetigt?
Warum ist Bin Picking eine komplexe Anwendung?
Bin-Picking-Anwendungen gehoeren in der industriellen Automation zu den komplexesten Roboterszenarien. Die Erkennung zufaellig positionierter Teile, die Berechnung der korrekten Position und das zuverlaessige Greifen durch den Roboter sind nicht nur mit dem Roboterarm moeglich, sondern erfordern die richtige Bildverarbeitungstechnologie. Die am haeufigsten gestellte Frage an diesem Punkt lautet: 2D oder 3D?
Wann reicht 2D-Bin-Picking aus?
2D-Bin-Picking-Systeme koennen bei Anwendungen ausreichend sein, bei denen die Teile auf einer bestimmten Ebene liegen und Hoehenunterschiede nicht kritisch sind. Fuer flache Teile mit klarer Ausrichtung, die sich nicht ueberlagern, bieten 2D-Kamerasysteme eine schnelle und kosteneffiziente Loesung. Wenn jedoch die Teilevielfalt zunimmt, die Stapeltiefe waechst und die Orientierungsinformation kritisch wird, stossen 2D-Systeme an ihre Grenzen.
In welchen Faellen wird 3D-Bin-Picking unumgaenglich?
3D-Bin-Picking erkennt dank Tiefeninformationen die tatsaechliche Position der Teile im Raum. Dadurch koennen uebereinanderliegende Teile mit komplexen Geometrien oder in unterschiedlichen Hoehen zuverlaessig erkannt werden. Insbesondere in Branchen wie der Automobil-, Maschinenbau- und Schwerindustrie ist 3D-Bildverarbeitung laengst keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit. Allerdings ist der Einsatz von 3D in jeder Anwendung nicht immer der richtige Ansatz, da er unnoetige Komplexitaet und Kosten verursachen kann.
Wie sollte die richtige Technologie ausgewaehlt werden?
Die richtige Entscheidung wird durch die Analyse der tatsaechlichen Anwendungsanforderungen getroffen. Teilegeometrie, Toleranzerwartungen, Taktzeit und Prozessstabilitaet muessen gemeinsam bewertet werden. In erfolgreichen Bin-Picking-Projekten wird die Technologieauswahl anhand der realen Produktionsbedingungen vor Ort getroffen.
MIS-PICK: Anwendungsgerechtes Bin Picking
MIS-PICK erleichtert diesen Entscheidungsprozess, indem es sowohl 2D- als auch 3D-Bildverarbeitungsoptionen unter einer einzigen Systemarchitektur anbietet. Das Ziel ist nicht, die fortschrittlichste Technologie einzusetzen, sondern die im Feld am effizientesten arbeitende Loesung in Betrieb zu nehmen. Dieser Ansatz beeinflusst insbesondere bei Produktionslinien mit hohen Stueckzahlen und variabler Teilestruktur direkt die Amortisationszeit der Roboterinvestition. Eine falsche Technologieauswahl kann die Systemstabilitaet verringern und die Wartungs- sowie Wiederinbetriebnahmekosten erhoehen. Daher sollten Bin-Picking-Projekte nicht nur als technische, sondern auch als strategische Engineering-Entscheidung betrachtet werden. Fuer langfristige Prozesssicherheit. Die Feldtauglichkeit ist entscheidend. Eine korrekte Analyse ist unabdingbar.